HotSocks Bommern

Es gab die erwartete Zitterpartie. Es gab die erwartete, unheimlich starke Konkurrenz aus der ganzen Welt. Und es gab: Das zumindest einkalkulierte Ausscheiden in der Vorrunde. Die "Hot Socks" des TuS Bommern, die bei der Step-Aerobic Weltmeisterschaft im bulgarischen Sofia die deutsche Nationalmannschaft stellten, sind Zehnter geworden und haben das Finale somit verpasst. Stolz können die "heißen Söckchen" dennoch sein.

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Für den beherzten Auftritt zum Thema "Espana Cani" gab es 16,250 Punkte. Zum Vergleich: Die Chinesen, die gleich mehrmals am Tag trainieren können und dementsprechend deutlich präziser, synchroner sowie technisch stärker sind, hatten für ihre Choreographie 17,850 Zähler erhalten. Und auch das reichte nur zum zweiten Vorrunden-Platz hinter den siegreichen Russen. Nach dem eigenen Auftritt war man noch Sechster, vier Teams durften aber noch auftreten. Alle waren besser als die Bommeraner - keine Schande.

"Wir können auf jeden Fall stolz auf uns sein. Wir haben die bestmögliche Leistung gebracht. Wir sind stolz, dass wir nicht Letzter geworden sind", so Trainer Jochen Iseke kurz nach dem Wettkampf. "Die anderen Nationen waren wirklich superstark. Die sind hochprofessionell in dem, was sie tun. Die trainieren heftig dafür, haben ein ganz anderes Pensum", beschreibt Iseke den Umstand, den er schon zuvor oftmals benannt, oder besser: befürchtet hatte. Denn die Konkurrenz war letztlich einfach zu stark für die Bommeraner.

"Jetzt werden wir erst einmal alles sacken lassen", sagte Iseke am Donnerstagabend: "Wir werden uns zunächst besprechen, dann ins Hotel fahren, essen und duschen."

Anschließend stand noch ein gemütliches Beisammensein mit den rund 15 mitgereisten Fans auf dem Plan. Die standen übrigens inmitten von ungefähr 700 anderen Zuschauern auf der Tribüne. Sonntag geht's dann wieder nach Bommern. Die Eindrückewerden sicher noch eine Zeit lang wirken.

http://www.derwesten.de/sport/lokalsport/witten/finale-verpasst-konkurrenz-fuer-id6716895.html

Quelle: WAZ, 31. Mai 2012 - Felix Groß